Wie meine Werke entstehen
Manche Bilder finde ich. Manche Bilder finden mich.
Treibgut Fotokunst verbindet deshalb zwei unterschiedliche Wege, die für mich am Ende zum selben Ziel führen: Bilder mit Charakter, einer klaren Bildsprache und einer Geschichte.
Gefunden – meine Fotografie
Meine Fotografien entstehen draußen. An Häfen und Küsten, auf Straßen, zwischen alter Architektur, verwittertem Holz, Stahl, Wasser und all den Dingen, an denen man im Alltag vielleicht einfach vorbeigeht.
Mich interessieren dabei weniger die perfekten Postkartenmotive als Strukturen, Kontraste und kleine Szenen, die etwas erzählen. Manchmal ist es eine ungewöhnliche Perspektive, manchmal ein Detail oder einfach das richtige Licht im richtigen Moment.
Die Kamera hält diesen Moment fest – fertig ist das Bild damit für mich aber noch nicht.
In der anschließenden digitalen Bearbeitung entwickle ich die Aufnahme weiter. Ausschnitt, Kontraste, Licht, Schatten und vor allem die Reduktion auf Schwarzweiß sind Teil meiner fotografischen Handschrift. Dabei geht es nicht darum, die Wirklichkeit neu zu erfinden, sondern das herauszuarbeiten, was ich bereits beim Fotografieren darin gesehen habe.
So entstehen Fotografien irgendwo zwischen Dokumentation und Interpretation.
Gefunden werden – meine Illustrationen
Bei meinen Illustrationen beginnt die Reise anders.
Am Anfang steht eine Idee oder Inspiration – manchmal ein Wortspiel, manchmal eine absurde Szene und manchmal eine Figur, die mir nicht mehr aus dem Kopf geht.
Für ihre Entwicklung nutze ich verschiedene digitale Werkzeuge, darunter auch KI-gestützte Software wie sie heute bereits weit verbreitet ist. Sie hilft mir dabei, erste Ideen sichtbar zu machen, unterschiedliche Perspektiven auszuprobieren und Entwürfe weiterzuentwickeln.
Das fertige Motiv entsteht jedoch nicht automatisch und auch nicht mit einem einzigen Prompt.
Mir ist wichtig, damit offen umzugehen – unabhängig davon, ob für das jeweilige Motiv eine gesetzliche Kennzeichnungspflicht besteht oder nicht.
Ich verändere Kompositionen, entwickle Figuren weiter, korrigiere Details, verwerfe Entwürfe und beginne manchmal noch einmal von vorne. Aus einer ersten Idee entstehen so verschiedene Versionen, bis Bild, Ausdruck und Geschichte zusammenpassen.
Einige Figuren begleiten mich inzwischen durch ganz unterschiedliche Motive. Mit jeder neuen Illustration entwickeln sich ihre Eigenschaften und ihre visuelle Sprache weiter. Dazu kommen maritimer Humor, norddeutsche Anspielungen und der charakteristische Schwarzweiß-Linolschnitt, der viele meiner Grafiken miteinander verbindet.
KI-gestützte Software ist in dieser modernen Welt dabei eines meiner kreativen Werkzeuge. Die Idee, die gestalterische Richtung, Auswahl, Weiterentwicklung und finale Ausarbeitung meiner Motive liegen bei mir.
Die Transparenzpflichten für KI-generierte oder manipulierte Bildinhalte sind insbesondere in Artikel 50 der europäischen KI-Verordnung (EU) 2024/1689 (AI Act) geregelt.
Artikel 50 Absatz 4 enthält unter anderem besondere Offenlegungspflichten für sogenannte Deepfakes. Darunter versteht der AI Act KI-erzeugte oder manipulierte Bild-, Ton- oder Videoinhalte, die bestehenden Personen, Gegenständen, Orten, Einrichtungen oder Ereignissen ähneln und einer Person fälschlicherweise authentisch oder wahr erscheinen könnten.
Meine Illustrationen sind bewusst stilisierte, grafische Arbeiten und werden als solche präsentiert. Sie sollen weder reale Ereignisse dokumentieren noch den Eindruck vermitteln, eine authentische Abbildung der Wirklichkeit zu sein. Nach meinem Verständnis fallen sie daher grundsätzlich nicht unter die in Artikel 50 Absatz 4 geregelte Offenlegungspflicht für Deepfakes.
Wer sich selbst ein Bild von den gesetzlichen Regelungen machen möchte, findet die maßgeblichen Transparenzbestimmungen in Art. 50 der Verordnung (EU) 2024/1689 – Artificial Intelligence Act (AI Act). Diesen findest du hier.
Zwei Wege. Eine Handschrift.
Ob ich mit einer Kamera durch einen Hafen laufe oder am Rechner einem Seemann, einer Möwe oder einem Oktopus den letzten Schliff gebe – am Anfang steht immer mein eigener Blick auf eine Idee.
Fotografie hält etwas fest, das ich entdeckt habe.
Illustration macht etwas sichtbar, das vorher als Inspiration in meinem Kopf existierte.
Beides gehört für mich zu Treibgut Fotokunst.